Altersbedingte Makuladegeneration - neue Behandlungen

Dr. Aysegül Tura (Uni-Augenklinik Lübeck) mit Wissenschaftspreis ausgezeichnet

Wissenschaftspreis für Dr. Aysegül Tura Aktuell: Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft zeichnet hochkarätige Veröffentlichungen zu neuen Therapieansätzen bei Netzhauterkrankungen aus: Wissenschaftspreis der Stiftung Auge für Dr. Aysegül Tura (Universitäts-Augenklinik Lübeck)

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Quelle: https://www.uni-luebeck.de/forschung/aktuelles-zur-forschung/aktuelles-zur-forschung/artikel/wissenschaftspreis-2015-der-stiftung-auge-fuer-dr-ayseguel-tura.html

Wissenschaftspreis der Stiftung Auge für Dr. Aysegül Tura

Freitag, 20.11.2015

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft zeichnet hochkarätige Veröffentlichungen zu neuen Therapieansätzen bei Netzhauterkrankungen aus

Dr. Aysegül Tura, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universitäts-Augenklinik Lübeck, ist für ihre Arbeiten zu neuen Therapieansätzen bei Netzhauterkrankungen (Retinologie) mit dem Wissenschaftspreis 2015 der Stiftung Auge ausgezeichnet worden. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde ihr auf dem 113. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft am 3. Oktober 2015 in Berlin verliehen. In drei hochkarätigen Originalarbeiten hat Dr. Tura ihre Forschungsergebnisse veröffentlicht.

Ihre erste Arbeit befasst sich mit der Identifikation zirkulierender Melanomzellen bei Patienten mit Aderhautmelanomen mittels eines neuen immunomagnetischen Essays. Dabei kamen Antikörper gegen die zwei Melanommarker NKI/C3 und NKI/beteb) zum Einsatz. Insgesamt wurden in 93,5 % (29 von 31) der Patienten zirkulierende Melanomzellen detektiert bei primär nicht metastatischem Aderhautmelanom. Signifikante Assoziationen zwischen der Präsens oder Anzahl der zirkulierenden Melanomzellen und klinischen prognostischen Faktoren wurden gefunden. Mit der hocheffektiven Aquisition vitaler zirkulierender Melanomzellen ist eine wichtige Grundlage geschaffen, an diesen Zellen weitere molekulare Charakterisierungen vorzunehmen, die Aufschluss geben können u.a. über das metastatische Potential. Darüber hinaus sind frühe therapeutische Interventionen gegen Metastasierung denkbar (Tura A, Lüke J, Merz H, Reinsberg M, Lüke M, Jager MJ, Grisanti S. Identification of circulating melanoma cells in uveal melanoma patients by dual-marker immunoenrichment. Invest ophthalmol Vis Sci. 2014;55:4395-404. /iovs.14-14512).

Die zweite Arbeit befasst sich mit der neuroprotektiven Wirksamkeit einer pharmakologischen Rho-Kinase-Hemmung. Die Effekte der Inhibition wurden elektrophysiologisch in einem ex-vivo-Modell der isolierten perfundierten Vertebratennetzhaut unter Hypoxiebedingungen untersucht. Dabei wurden Hypoxiephasen über 15, 30 und 45 Minuten induziert. Der Rho-Kinaseinhibitor H-1152P führte zu einer signifikanten Reduktion des Ausmaßes von hypoxienbedingtem Zellschaden und Aktivierung von Gliazellen. Während dieser neuroprotektive Effekt für Nekroseentwicklung Gliazellreaktivität gefunden wurde, hatte der Hemmstoff keine schützende Wirkung auf die hypoxieinduzierte retinale Dysfunktion - möglicherweise aufgrund der Interferenz mit synaptischen Modulationen. Basierend auf diesen Daten wäre es denkbar, dass der Rho-Kinase-Inhibitor während des Einwirkens hypoxischer Noxen zur Verringerung retinaler Schäden speziell der Ganglion-Zellschicht eingesetzt werden kann. Eine klinische Anwendung wäre hierbei beispielsweise in der Behandlung eines Arterienast- oder Zentralarterienverschlusses gegeben (Alt A, Hilgers RD, Nassar K, Schneider T, Hueber A, Januschowski K, Grisanti S, Lüke J, Lüke M, Tura A. The neuroprotective potential of Rho-kinase inhibition in promoting cel survival and reducing reactive gliosis in response to hypoxia in isolated bovine retina. Cell Physiol Biochem. 2013;32:218-34).

In der dritten Arbeit wird ein neuer Farbstoff, Acid violet-17 (AV-17), zur Anfärbung der Membrana limitans interna untersucht. Mögliche toxische Wirkungen wurden an dem Modell der isolierten, perfundierten Netzhaut untersucht, wobei die Funktion mittels Elektroretinogramm evaluiert wurde. Die B-Wellen-Amplituden wurden vor, während und nach der Applikation von AV-17 bestimmt. Reduktionen der B-Wellen-Amplituden wurden unmittelbar nach Exposition von AV-17 gemessen, die allerdings rasch komplett reversibel waren für Konzentration von 0,125 - 0,25 mg/ml. Höhere Konzentrationen gingen mit Schäden im Bereich der Ganglion-Zellschicht und der glialen Reaktivität einher. Mit der Arbeit ist es den Autoren gelungen, eine sichere, in diesem Modell nichttoxische Konzentration von AV-17 zu bestimmen, womit eine Anwendung dieses Farbstoffes im Rahmen der vitreoretinalen Chirurgie in Frage kommt (Tura A, Alt A, Haritoglou C, Meyer CH, Schneider T, Grisanti S, Lüke J, Lüke M; International Chromovitrectomy Collaboration. Testing the effects of the dye acid violet-17 on retinal function for an intraocular application in vitreo-retinal surgery. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 2014;252:1927-37).


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