Altersbedingte Makuladegeneration - neue Behandlungen

Augenerkrankungen: Neue Therapien fürs Auge

Wissenschaftspreis für Dr. Aysegül Tura Aktuell: Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft zeichnet hochkarätige Veröffentlichungen zu neuen Therapieansätzen bei Netzhauterkrankungen aus: Wissenschaftspreis der Stiftung Auge für Dr. Aysegül Tura (Universitäts-Augenklinik Lübeck)

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Spritzentherapie bei AMD Behandlung feuchte Makula-Degeneration (AMD)

Behandlung bei einem Patienten mit feuchter Makula-Degeneration (AMD)

Foto: Novartis

Eine Übersicht zu Avastin & Lucentis finden Sie hier: Avastin vs. Lucentis


Quelle: http://www.nachrichten.at/ratgeber/gesundheit/art114,513218

01. Dezember 2010
Von Christine Radmayr

Neue Therapien fürs Auge

Die Augenheilkunde ist derzeit ein besonders bewegtes Gebiet der Medizin. Auf einer internationalen Tagung in Wien wurden Neuigkeiten in der Tumorbehandlung sowie bei Netzhauterkrankungen von Diabetikern vorgestellt.

Viele Augenpatienten können von den aktuellen Fortschritten außerordentlich profitieren. "Im Vienna Reading Center werden weltweite Studiendaten gesammelt und ausgewertet. Die Wiener Augenklinik ist bei allen großen Netzhautstudien und damit Neuentwicklungen dabei", sagt Univ.-Prof. Ursula Schmidt-Erfurth, Vorstand der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie an der Medizinuniversität Wien, und nennt Schwerpunkte der Tagung:

Augentumore

Der häufigste Augenkrebs bei Erwachsenen ist das Aderhaut-Melanom. Es gibt aber auch Gefäß- und Netzhauttumore, Basaliome im Auge oder Tränendrüsentumore. Eines von 18.000 Kindern kommt mit einem Netzhauttumor zur Welt. Augentumore sind selten, aber gravierend, weil sie oft spät entdeckt werden und schwer therapierbar sind.

Genetische Tests

Seit einem Jahr können moderne Gentests angeboten werden, die Aussagekraft bezüglich der Tumor-Prognose und des Absiedlungsrisikos haben, sowie zur Erstellung eines individuellen Therapieplans dienen.

"Bei rund 40 bis 50 Prozent der an einem Aderhautmelanom Erkrankten können wir genetische Defekte nachweisen, die auf eine hohe Neigung zu Metastasen hinweisen", sagt der Wiener Tumorexperte Prof. Martin Zehetmayer. Wird bei Untersichungen im Tumorgewebe hohes Metastasierungsrisiko festgestellt, sind engmaschige Kontrollen angezeigt.

Neue Therapien

"Mit neuen gezielten Behandlungsmöglichkeiten wird das Risiko, ein Auge oder das Sehvermögen zu verlieren, gegenüber den bisher verfügbaren Verfahren deutlich gesenkt", erklärt Univ.-Prof. Zehetmayer.

Bestrahlung

Neben operativen Eingriffen wird heute zunehmend die Strahlentherapie eingesetzt, insbesondere jene Methode, bei der eine Strahlenquelle nahe an den Tumor herangeführt und für einige Tage fixiert wird, oder die Protonenbestrahlung. Zehetmayer: "Eine wichtige Innovation ist die stereotaktische Photonenbestrahlung mit einem Linearbeschleuniger."

Netzhauterkrankung

Bis zu einem Viertel der Diabetiker leidet an dieser Gefäßerkrankung, die häufigste Ursache für einen schweren Sehverlust im berufstätigen Alter ist. Bisher galt die Laserbehandlung als Standardtherapie.

Neue Medikamente

"Die Lasertherapie wird nun von neuen Medikamenten abgelöst, die eine Verödung von Gewebe im Auge größtenteils überflüssig machen. Das wird zu einem veränderten Management von Diabeteskranken führen", sagt Schmidt-Erfurth. Laut der Medizinerin wird Ranibizumab (Handelsname Lucentis) im Dezember in Österreich zugelassen. Bisher ist der monoklonale Antikörper für die Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration (Veränderung der Netzhautmitte durch Zersetzung der Sehpigmente) zugelassen.

Große Studien zeigen, dass regelmäßige Injektionen - ein Mal pro Monat - mit diesem Mittel die Sehfähigkeit von Diabetikern deutlich verbessern. "Mitte nächsten Jahres erwarten wir die Zulassung eines zweiten Medikaments, das nur noch alle zwei Monate gespritzt werden muss. Die Verhandlungen über die Kostenübernahme durch die Kassen laufen", sagt Schmidt-Erfurth. Die modernen Substanzen sind der Laserbehandlung überlegen, weil wiederholte Lasertherapie auch die Netzhaut zerstört.

Kortison-Implantat

Eine weitere Neuerung auf diesem Gebiet ist ein kürzlich in Europa zugelassenes biologisches Kortison-Implantat, das die Wirksubstanz über sechs Monate hinweg kontinuierlich abgibt und sich dann auflöst. Es ist vor allem für ältere Patienten mit einer künstlichen Linse geeignet, weil es als Nebenwirkungen eine Linsentrübung verursachen kann.


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