Altersbedingte Makuladegeneration - neue Behandlungen

CABERNET-Studie - Makula-Degeneration: Neue Behandlung rettet Augenlicht

Wissenschaftspreis für Dr. Aysegül Tura Aktuell: Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft zeichnet hochkarätige Veröffentlichungen zu neuen Therapieansätzen bei Netzhauterkrankungen aus: Wissenschaftspreis der Stiftung Auge für Dr. Aysegül Tura (Universitäts-Augenklinik Lübeck)

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Publikationen CABERNET-Studie


Quelle: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/medizin/sinnesorgane/makuladegeneration102.html

NDR Fernsehen 08.12.2009 20:15 Uhr
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Makula-Degeneration: Neue Behandlung rettet Augenlicht

Rund viereinhalb Millionen Deutsche leiden an der altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD). Bei dieser fortschreitenden Schädigung der Netzhaut büßen die Sinneszellen am Punkt des schärfsten Sehens (Makula) nach und nach ihre Funktion ein. Betroffene können das, was sie direkt anschauen, nicht mehr klar erkennen. Erstes Anzeichen ist meist ein verzerrtes und verschwommenes Sehen - gerade Linien erscheinen plötzlich krumm. Am Ende nehmen die Betroffenen in der Mitte ihres Gesichtsfeldes nur noch einen großen dunklen Fleck wahr. Wie stark die Netzhaut bereits geschädigt ist, können die Mediziner besonders gut durch eine spezielle Computertomographie erkennen, die optische Kohärenztomographie (OCT).

Drastische Sehbehinderung durch trockene AMD

Die Makula-Degeneration ist die Hauptursache für eine Erblindung bei Menschen über 55 Jahren. Man unterscheidet zwei Verlaufsformen der AMD, die trockene und die feuchte. Von der trockenen AMD sind rund 85 Prozent der Patienten betroffen. Diese Form führt nicht immer zu einer drastischen Sehbehinderung. Ursache der fortschreitenden Schädigung der Netzhaut ist hierbei ein gestörter Abtransport von Abfallstoffen aus dem Auge. Die Stoffwechselprodukte (Lipofuszine) werden stattdessen in die Netzhaut eingelagert und schädigen die Sehzellen. Der Krankheitsverlauf kann sich über viele Jahre erstrecken und muss nicht immer zu einer drastischen Sehbehinderung führen. Noch gibt es keine wirksamen Behandlungsmöglichkeiten.

Es wird diskutiert, ob eine hochdosierte Nahrungsergänzungstherapie mit Zink, Kupfer sowie den Vitaminen C, E und Betakarotin das Fortschreiten der Erkrankung hemmen kann. Eine längerfristige Einnahme solch hoher Vitamindosen kann jedoch möglicherweise das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen. Wissenschaftler arbeiten an der Entwicklung eines neuen Medikaments zur Behandlung der trockenen AMD. Ziel ist es, die Anhäufung der giftigen Stoffwechselprodukte im Auge zu verhindern.

Behandlungsmöglichkeiten der feuchten Form

Einen Schritt weiter ist man bei der Behandlung der feuchten Form: Bei dieser aggressiveren Variante wandern krankhafte Blutgefäße in die Makula und sondern dort Flüssigkeit ab. Ein Anschwellen der Netzhaut ist die Folge. Neben der klassischen Laserbehandlung steht auch eine medikamentöse Therapie zur Verfügung: Bei der Therapie der AMD haben sich seit 2007 neuartige Medikamente etabliert, die die Gefäßwucherungen im Auge hemmen sollen: die sogenannten VEGF-Blocker (Lucentis®, Macugen®, Avastin®). Doch diese Substanzen müssen im Abstand von wenigen Wochen mehrfach direkt in den Glaskörper des Auges injiziert werden. Lucetis® und Macugen® sind speziell für diese Behandlung am Auge zugelassen und sehr teuer.

Neuartige Strahlenbehandlung

Derzeit entwickeln Mediziner eine Therapie, bei der sie die Gabe der VEGF-Blocker mit einer neuartigen Strahlenbehandlung kombinieren. Zur Behandlung setzt der Arzt eine kleine Kanüle ins Auge ein und bringt die radioaktive Substanz direkt an das erkrankte Gewebe. Da die Strahlung nur eine sehr kurze Reichweite hat, werden die umliegenden, gesunden Strukturen geschont. Die Forscher hoffen, so die Anzahl der VEGF-Blocker-Injektionen nicht nur reduzieren, sondern in Zukunft vielleicht sogar ganz überflüssig machen zu können.

Hilfsmittel im Alltag

Ist die Seheinschränkung zu weit fortgeschritten, kommt die medikamentöse Behandlung nicht mehr in Frage. Betroffenen stehen aber Hilfsmittel, wie zum Beispiel Lesegeräte oder Lupenbrillen, zur Verfügung. Sogar ein Computerarbeitsplatz kann sehbehindertengerecht ausgestattet werden: mit einer übergroßen Tastatur und einer speziellen Kamera, die die Eingabe der Buchstaben auf den Computer überträgt. Eine spezielle Software vergrößert diese dann auf dem Bildschirm bis zu 36-fach. Zusätzlich sind manche Buchstaben auf der Tastatur mit erhabenen Punkten gekennzeichnet, so können die Finger bei der Orientierung helfen. Wichtig ist die rechtzeitige Diagnose der AMD. Experten empfehlen daher, die Augen ab dem 60. Lebensjahr alle zwei Jahre vom Augenarzt untersuchen zu lassen. Einen ersten Anhaltspunkt kann auch eine Selbstprüfung mit Hilfe des Amsler-Gitter-Tests geben.

Interviewpartner im Studio:

Dr. Rainer Guthoff
Oberarzt
Universitäts-Augenklinik Würzburg
Josef-Schneider-Straße 11
97080 Würzburg


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