Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Prof. Dr. med. Salvatore Grisanti, Universitäts-Augenklinik Lübeck:
"Die altersabhängige Makuladegeneration. Aktuelle und zukünftige Therapien"
Eine Veranstaltung der Universitäts-Augenklinik Lübeck für Patienten und Interessierte in Zusammenarbeit mit dem Beratungsdienst "Blickpunkt Auge".
Vortrag mit anschließender Fragerunde zur Altersabhängigen Makuladegeneration am 27.04.2012
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Die Wirksamkeit der Zugabe von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln ist derzeit Gegenstand intensiver ärztlicher Forschung. Die Pharmaindustrie bietet inzwischen zahlreiche Präparate an, die aufgrund ihrer speziellen Zusammensetzung bei der Prophylaxe und bei der Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration helfen sollen (z.B. Doppelherz system Augen Sehkraft + Schutz).
Als besonders wirksam werden hier unter anderem die natürlichen Farbstoffe Lutein und Zeaxanthin angesehen. In der Natur kommen diese Carotinoide z.B. in dunklem Blattgemüse wie Grünkohl, Spinat und Broccoli (Zeaxanthin insbesondere in Mais) vor.
Eine aktuelle wissenschaftliche Übersichtsarbeit hat bestätigt, dass eine optimale Versorgung mit den Karotinoiden Lutein und Zeaxanthin sowie mit den Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA für die Gesundheit unserer Augen unverzichtbar ist. Die Autoren betonen das Potential dieser Nährstoffe für die Vorbeugung und Behandlung altersabhängiger, degenerativer Augenerkrankungen wie der altesbedingten Makuladegeneration (AMD) und den Schutz der Netzhautzellen.
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Mikronährstoffe spielen für die Funktion und für die Gesunderhaltung des Auges eine wichtige Rolle. Insbesondere Lutein, Zeaxanthin sowie Omega-3-Fettsäuren erfüllen dabei wichtige Funktionen: Lutein bildet zusammen mit Zeaxanthin das Makuläre Pigment, beide Carotinoide filtern den schädigenden blauen Lichtanteil des Sonnenlichts sowie das UV-Licht heraus, was zu verbessertem Kontrastsehen und verminderter Blendeempfindlichkeit führt.
weiterlesen: Mikronährstoffe und ihre Bedeutung für das Auge
Ernährungswissenschaftler betonen, dass vor allem ältere Menschen häufig nicht ausreichend mit diesen Nährstoffen versorgt sind. Eine amerikanische Studie, die Age-Related Eye Disease Study oder AREDS-Studie zeigte schon vor einigen Jahren, dass die Einnahme von Vitamin C, Vitamin E, Beta-Carotin, Zink und Kupfer das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) verzögert.
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Menschen mit altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) sollten zumindest zwei Mal in der Woche ölreiche Fische essen, um ihre Krankheit im Zaum zu halten. Laut einer Studie der Tufts University http://www.tufts.edu scheinen die Omega-3-Fettsäuren, die in Makrelen und Lachsen reichlich enthalten sind, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. Das soll für frühe aber auch für späte Stadien von AMD gelten.
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