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Epiretinale Brachytherapie bei AMD

Publikationen Epimakuläre Brachytherapie bei feuchter Makuladegeneration (AMD)


Quelle: http://www.ool.de/news/pharma_medtech/,navigation_id,48,medcon_artikel_id,242298,_psmand,3.html

Ophthalmologische Nachrichten - Der Nachrichtendienst für die Augenheilkunde

Polytech-Symposium: epiretinale Brachytherapie bei AMD

28.07.2009 - ROSSDORF/NÜRNBERG (MedCon) Den Visus eines Patienten mit feuchter AMD zu stabilisieren oder gar zu verbessern, ohne das Auge und das Gesundheitssystem mit unzähligen Anti-VEGF-Spritzen zu belasten - dieses Behandlungsergebnis stellten die Referenten des Symposiums "epiretinale Brachytherapie bei AMD" in Aussicht, das anlässlich des 22. DOC-Kongresses in Nürnberg stattfand.

Von der Polytech Ophthalmologie GmbH organisiert und von Prof. Wolfgang Schrader (Nürnberg) geleitet, berichteten Dr. Rainer Guthoff (Würzburg), Dr. Stefan Egger (Salzburg) und Dr. Tim Jackson (London) über ihre Erfahrungen mit der neuen lokalen Bestrahlungstherapie mit dem Vidion-System.

Die Behandlung, so informiert das Unternehmen, wird mit einer partiellen Vitrektomie vorbereitet. Die 20-G-Bestrahlungskanüle des Systems werde in den Bulbus eingeführt, anschließend eine Stromtium-90-Quelle über einen speziell entwickelten Mechanismus eingeschoben und die CNV-Läsion direkt für etwa vier Minuten bestrahlt.

Nach vorliegenden Studienergebnissen, so heißt es weiter, benötigten etwa 70 Prozent der so behandelten AMD-Patienten über den Beobachtungszeitraum von 18 Monaten keine weitere Behandlung, um die AMD zu stoppen. Die Reichweite der Strahlen betrage nur wenige Millimeter. Nebenwirkungen durch die lokale Bestrahlung seien daher nicht zu erwarten, betont das Unternehmen.

Angewendet werden sollte das neue System nach Ansicht von Jackson zuerst bei jenen Patienten, die trotz VEGF-Hemmer nicht ausreichend auf die Therapie ansprechen.

Die erreichte Reduktion der intravitrealen Injektionen verringere nicht nur die langfristige Belastung der Augen, so ein weiteres Fazit, sondern minimiere auch das systemische Risiko der VEGF-Hemmer für das Herzkreislaufsystem der Patienten. Zu diesem Aspekt referierte PD Klaus Pels vom Charité-Centrum für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin, Berlin. Pels erläuterte, die Angiogenesefaktoren VEGF hätten vaskuloprotektive Eigenschaften. Die lokale Applikation der modernen, sehr potenten VEGF-Hemmer am Auge könnte daher das kardiovaskuläre beziehungsweise Schlaganfallrisiko erhöhen. Dies gelte insbesondere bei entsprechenden Komorbiditäten wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes, die für die Altersgruppe der AMD-Patienten typisch seien. Eine studienbelegte Risikobewertung der VEGF-Hemmer wurde von Pels deshalb dringend gefordert.

Das neue System zur epiretinalen Brachytherapie der feuchten AMD soll nach Unternehmensangaben in Kürze verfügbar sein.

Quelle:
Polytech Ophthalmologie GmbH
www.polytech-online.de


Bitte beachten Sie auch die Hinweise zu Risiken der epimakulären Brachytherapie